Abwasseraufbereitung in der Galvanik: Entsorgungskosten mit ZLD deutlich senken
Case Study: Maximale Wasserrückgewinnung durch Verdampfertechnik und Zero Liquid Discharge (ZLD)
In der Galvanik und Oberflächentechnik steigen die Anforderungen an die industrielle Abwasseraufbereitung stetig. Wachsende Produktionsmengen, steigende Entsorgungskosten und strengere Umweltauflagen erfordern effiziente und nachhaltige Lösungen.
Ein international tätiger Galvanikbetrieb in Deutschland stand vor der Herausforderung, seine Abwasserbehandlung weiter zu optimieren und gleichzeitig die Ressourceneffizienz zu steigern.
Die Lösung: Eine Kombination aus einem atmosphärischen Abwasser-Verdampfer und Zero Liquid Discharge (ZLD) zur nahezu vollständigen Wasserrückgewinnung.
Ausgangssituation:
Steigende Abwassermengen in der Galvanik
Im Zuge einer Produktionserweiterung nahm die Menge an Galvanikabwässern deutlich zu.
Bereits im Einsatz:
- Ein bestehender Abwasser-Verdampfer
Problemstellung:
- Weitere Reduzierung der Konzentratmenge erforderlich
- Höhere Anforderungen an die Kreislaufführung von Wasser
- Steigende Entsorgungskosten trotz vorhandener Technik
Ziel:
Eine wirtschaftliche und nachhaltige Lösung zur Abwasserbehandlung in der Galvanik – ohne zusätzlichen Personalaufwand oder deutlich höheren Energieeinsatz.
Herausforderung:
Maximale Effizienz und minimale Reststoffe
Für das Unternehmen ergaben sich zentrale Anforderungen:
- Maximale Reduzierung des Abwasservolumens
- Weitere Minimierung der Entsorgungskosten
- Erhöhung der Wasserrückgewinnung
- Integration in bestehende Prozesse
- Hohe Prozessstabilität bei komplexen Galvanikabwässern
Ziel: Umsetzung eines Zero Liquid Discharge (ZLD)-Ansatzes zur nahezu vollständigen Kreislaufführung.
Lösung:
Verdampfertechnik kombiniert mit ZLD-System
Zur Optimierung wurde die bestehende Anlage erweitert und durch ein ZLD-System (ET MaXx) ergänzt.
Prozessaufbau der Abwasseraufbereitung:
1. Vorbehandlung und Filtration
- Entfernung von Feststoffen und Störstoffen
- Stabilisierung der Abwasserzusammensetzung
2. Thermische Abwasserbehandlung (Verdampfer ET 250)
- Trennung in Destillat und Konzentrat
- Rückgewinnung von Wasser für den Produktionsprozess
3. ZLD-Nachkonzentration (ET MaXx System)
- Weitere Aufkonzentration des Reststoffs
- Minimierung des verbleibenden Entsorgungsvolumens
Ergebnis:
Nahezu vollständige Rückführung des Wassers in den Produktionskreislauf bei gleichzeitiger drastischer Reduzierung der Reststoffe.
Was bedeutet Zero Liquid Discharge (ZLD)?
Zero Liquid Discharge (ZLD) beschreibt ein Verfahren der Abwasserbehandlung, bei dem kein flüssiges Abwasser mehr abgegeben wird.
- Vollständige Rückgewinnung von Wasser
- Minimierung oder Eliminierung von Abwasserströmen
Vorteil:
Unternehmen reduzieren nicht nur ihre Entsorgungskosten, sondern erreichen auch ein Höchstmaß an Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz.
Besonderheit:
Kombination aus Verdampfer und Nachkonzentration
Die Galvanikabwässer werden zunächst vorbehandelt und anschließend über eine Filterstufe und Vorlagetanks dem Verdampfer ET 250 zugeführt.
Dort erfolgt:
- thermische Trennung in Destillat und Konzentrat
Das erzeugte Konzentrat wird anschließend nicht mehr entsorgt, sondern im ET MaXx ZLD-System weiter aufkonzentriert
Ergebnis:
- maximale Reduktion des Restvolumens
- zusätzliche Rückgewinnung von Wasser
Prozesskennzahlen
- Aufkonzentration ET 250: ca. 15 : 1
- zusätzliche Aufkonzentration ET MaXx: ca. 5 : 1
Ergebnisse:
Minimale Entsorgungskosten und maximale Ressourcennutzung
Durch den Einsatz der kombinierten Verdampfer- und ZLD-Technologie konnte das Unternehmen:
- Entsorgungskosten signifikant reduzieren
- Abwassermengen nahezu vollständig eliminieren
- Wasser effizient im Kreislauf führen
- Prozessstabilität deutlich erhöhen
- Produktionskapazitäten nachhaltig erweitern
Gleichzeitig wurde die Umweltbilanz des Unternehmens erheblich verbessert.
Die Kombination aus Verdampfertechnologie und ZLD-Nachkonzentration zeigt, wie Unternehmen in der Galvanik und Oberflächentechnik ihre Prozesse wirtschaftlicher und nachhaltiger gestalten können. Neben der Reduzierung von Entsorgungskosten profitieren Anwender von höherer Ressourceneffizienz und einer stabilen Prozessführung.
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